Bilder vom WM-Talk in Bangkok – Toxische Luft in Chiang Mai

Fan-Liebling Calli in Bangkok (Foto: Björn Jahner/Farang)
Liebe Freunde, WegbegleiterInnen und Südostasienfans,

seit meiner letzten Post aus Thailand sind ein paar Wochen ins Land gegangen. Ich war wesentlich damit beschäftigt, nach gut einem Jahr das Manuskript für mein neues Buch endlich fertigzustellen. Nun folgt der nächste Schritt: Lektorat bzw. Korrektur. Es geht voran!

Was habe ich verpasst in den letzten Wochen? Vor allem das thailändische Neujahrsfest Songkran, das in Chiang Mai trotz Smogs und Temperaturen über 40 Grad von gechätzt 100.000 Menschen gefeiert wurde. Als Wasserschlacht und Party. Ein Grund mehr für mich, in unserem Häuschen und trocken zu bleiben. Nur einmal, als ich meine Frau mit dem Motorroller zur Arbeit fuhr, traf mich in voller Fahrt eine Breitseite aus einer der riesigen Wasserpumpguns.

Songkran in Chiang Mai: Party an der Maya Shopping Mall (Foto: Hobs)

Reiner Calmund: WM-Talk in Bangkok

Foto: Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff

Reiner Calmund weilte mal wieder für ein paar Tage in seinem gelieben Thailand. In Bangkok diskutierte er mit seinem Freund Khun Nigon Chumankul über die Fußball-WM 2026 im Besonderen und über den Profifußball im Allgemeinen. Im Goethe-Institut, im Schatten des Dichterfürsten lief Calli einmal mehr zu großer Form auf. Er gestikulierte temperamentvoll wie gewohnt und hätte dabei fast sein Mikrofon in die etwa 120 lauschenden Gäste geworfen. Schließlich rief er auch mich auf die Bühne und gab mir die Chance, ein paar Sätze zu meinem Buch “Thailand unter der Haut” zu sagen.

Björn Jahner, leitender Redakteur des deutschsprachigen Magazins Farang, würdigte insbesondere die Rolle von Callis Gesprächspartner Nigon Chumankul, der den ersten Fanclub der deutschen Nationalmannschaft in Thailand gründete und den deutschen Fußball im Land früh populär machte. Hier Björns ausführlicher Bericjht mit vielen Fotos im Farang.

Nach dem Talk ging es in die “Ratsstube”, ein wunderschönes Restaurant mit deutscher und thailändischer Küche auf dem Gelände des Goethe-Instituts in Bangkok. Zeit und Gelegenheit, mich mal wieder ausführlicher mit Reiner Calmund auszutauschen.

Inzwischen ist Calli schon wieder in Deutschland und seit dem 8. April auf großer Talk-Tournee. 34 Termine in 61 Tagen und 34 Städten; bei jedem Auftritt unterstützt von einem pominenten Ex-Fußballer. “Kann es sein, dass du dir ziemlich viel zumutest?”, fragte ich ihn in Bangkok. “In der Zeit habe ich 27 Tage frei”, erwiderte er, “das hatte ich noch nie!”

Toxische Luft: Chiang Mai wieder die Nr. 1. in der Welt

Ganz und gar nicht verpasst habe ich zuletzt den um diese Zeit üblichen Smog in Chiang Mai, der später startete als gewohnt und schlimmer war denn je. Es muss kein Vorteil sein, wenn man sieht, was man einatmet. Vor allem die motorisierten Zweiradfahrer sahen aus wie Wesen von einem anderen Stern.

Warum hören die nationalen und lokalen Politiker nicht einfach auf mit ihren alljährlichen Lippenbekenntnissen, mit denen sie vollmundig die Bekämpfung der Feinstaubbelastung ankündigen, die auch diesmal wieder Tausede Bürger mit Atemwegserkrankungen ins Hospital bringen? Einmal mehr wurde Chiang Mai für einige Zeit die zweifelhafte Ehre zuteil, die Stadt mit der schlechtesten Luft der Welt zu sein.

News aus dem Tourismus

Iran-Krieg zwingt nicht nur Thailands Tourismus in die Knie (ntv)

Lufthansa streicht freien Handgepäckkoffer (Wirtschaftswoche)

Samui am Limit zwischen Baustellen (Farang)

Ausbau des Samui International Airport (ThailandSun)

Flughafen Chiang Mai setzt auf Ausbau (Farang)

“Eine Schande”: Kritik an WM-Transportkosten wächst (Kicker)

Zuletzt in diesem Blog

Mein Paradies: Gaya Island Resort auf Borneo (Faszination Fernost)

Abschied

Wir spielten vor Jahrzehnten zusammen im Team der Uni Münster; viele Mitglieder des damaligen Teams halten noch heute Kontakt und mich informiert. Mit Peter Banse, Henno genannt, hatte ich sporadisch Kontakt. Manchmal trafen wir uns auf der traditionellen Weihnachtsfeier bei Heribert Bruchhagen in Harsewinkel. Nun ist Henno im Alter von 77 Jahren gestorben. Nach einem Schlaganfall ging alles sehr schnell.

Kein anderer hat mich auf so verschmitzte Art so zuverlässig zum Lachen gebracht oder auch zum Schmunzeln. Ruhe in Frieden, Henno. Ich denke an seine Lebensgefährtin, die allein zurückbleibt: Liebe Iryna, ich wünsche dir Kraft.

Zu den Bildern: Unsere Unimannschaft nahm Abschied von Henno (danke, Horri!)

Es war kein Zufall, dass eine Trompete bei der Trauerfeier direkt neben der Urne stand. Ohne sie, ohne sein Markenzeichen erschien Henno zu keinem Treffen. Um dann Hufe scharrend auf seinen Einsatz zu warten. Mit der Auswahl seiner Stücke sorgte er oft für Überraschungen. Zm Beispiel beim 60. Geburtstag von Heri Bruchhagen, wie in der folgenden Geschichte zu sehen:

Heribert und Angelika: Thai-Trip mit Freunden

Hans-Jürgen Kreische und Peter Banse (Foto: Privat)

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeietete Peter Banse u. a. als Scout für den Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Bei einem Nachwuchsturnier in Südamerika traf er einen berühmten Kollegen: Hans-Jürgen Kreische, der lange als Scout für Dynamo Dresden, den Hamburger SV und RB Leipzig tätig war.

Video: Erinnerungen an Hans-Jürgen Kreische

Vor allem aber war “Hansi” Kreische in seiner aktiven Karriere einer der besten Fußballer der DDR. Ein großartiger Techniker und Torschütze zugleich, Kapitän und Idol in den Farben von Dynamo Dresden. Hans-Jürgen Kreische starb am 1. April im Alter von 78 Jahren.

Benno Weber – Reporter-Legende und Schalke-Fan

Benno Weber ist gestorben, im Alter von 85 Jahren. Sein Motto:: „Das Leben hat mehr als 60 Zeilen!“

Wir waren lange Jahre Weggefährten, als er bei BILD zur Reporterlegende wurde; wir arbeiteten zusammen, nachdem er Sportchef wurde bei RTL Radio.

Ruhe in Frieden, lieber Benno. Mir gefällt die Vorstellung, dass du nun wieder mit deiner Brigitte vereint bist.

Ich zitiere aus dem Nachruf des FC Schalke 04, denn “bei aller gebotenen Neutralität hat sein Herz für den S04 geschlagen. Das konnte und wollte Weber nie verbergen; es erklärt manch emotionalere Note in der Berichterstattung. Die sagenumwobene Vier-Minuten-Meisterschaft von 2001 allerdings zog der Journalist im Nachklang immer einem realen Titel vor, denn dieses Dramolett würde keine Schalker Seele jemals vergessen, wie er betonte. In hemdsärmeligeren Zeiten gingen Rudi Assauer und Benno Weber gerne auf Tuchfühlung, geigten sich die Meinung, wussten aber ebenso, wie beide Seiten vom Stoff für gute Geschichten profitieren könnten.”

Philipp Görgen wollte der Hitze Südostasiens entfliehen…

Philipp mit Thailand in Island

…das hat er auch geschafft. Ob er deshalb gleich in Island landen musste, kann nur er selbst beantworten. Auf jeden Fall ist Island eine weitere interessante Station auf seinem Weg, alle Länder der Welt zu bereisen. Immer dabei: mein Buch “Thailand unter der Haut”. Danke, Philipp!

Das Zitat stammt aus dem Jahr 2003: Manche wussten es schon früh.

Soviel für heute. Die nächste Post aus Thailand wird nicht so lange auf sich warten lassen.

Bis die Tage,

herzliche Grüße aus Chiang Mai,

Euer Khun Ben