Bangkok erneut beste Stadt der Welt – Postkarten wieder “in”

Postkarten sind wieder gefragt: Yi Peng in Chiang Mai (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)
Liebe Freunde, WegbegleiterInnen und Südostasienfans,

da wir mit jeder technischen Neuerung bequemer werden, dachte ich schon, Postkarten seien ebenso aus unserem Leben verschwunden wie zuvor die Postkutschen. Schließlich ist es, im Vergleich zu einer schnell hingeworfenen E-Mail, deutlich aufwendiger, eine Karte mit der Hand zu schreiben und die richtige Adresse anzugeben. Doch Postkarten sind wieder “in”. Und ich bin mir sehr sicher, dass sich jeder Adressat über eine Karte freut, ob sie nun aus dem Nachbarort angeflogen kommt oder aus Chiang Mai.

Dort, in Chiang Mai, habe ich die Jangmuang Gallery entdeckt und ihr beachtliches Sortiment an schönen Motiven aus Thailands zweitgrößter Stadt. Die Galerie liegt nur etwa 130 Meter vom Chiang Mai Gate entfernt, relativ zentral also, in der Prapokklao Road Nr. 61-63-65, auf dem Weg zu den bekannten Tempeln Wat Chedi Luang und Wat Pan Tao. Drinnen gibt es Gemälde und Skulpturen zu kaufen. Die Jangmuang Gallery auf Facebook.

Die Top 5 für Ruheständler

Die Lebenshaltungskosten in den asiatischen Ländern sind gestiegen in den letzten Jahren, auch in Thailand. Vermutlich aber trifft diese Feststellung auf die meisten Länder. Denn die Top 5 Länder im 35. Global Retirement Index, erhoben vom Medium International Living, die fünf preiswertesten Länder für Ruheständler also, liegen alle in Asien.

Die preiswerte Nr. 1 für Ruheständler; Sri Lanka (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)
Die preiswerte Nr. 1 für Ruheständler: Sri Lanka – eine Insel der Vielfalt (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Auch Thailand belegt einen der vorderen Plätze, wurde aber im Vergleich zur letzten Erhebung von Vietnam überholt. Die exakte Reihenfolge finden wir im Reisemagazin Travel and Leisure.

Fast Routine: Bangkok einmal mehr beste Stadt der Welt

Bangkoks Chinatown (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Noch immer sind Teile Bangkoks überschwemmt. Da mag es ein wenig irritieren zu lesen, dass Thailands Hauptstadt wieder einmal zur besten der Stadt der Welt gewählt wurde. Diesmal von den LeserInnen des Magazins Condé Nast Traveller, die mit ihren Stimmen eine “Liebeserklärung an das schönste Chaos der Welt” abgegeben haben, wie es das Portal ThailandSun in seinem ausführlichen Post bezeichnet. Die Abstimmung fand natürlich vor den katastrophalen Regenfällen statt.

Bangkok: Tempel am Fluss (Foto Faszination Fernost/B. Linnhoff)

Reisen mit Links

Die Chiang Mai Motorrad-Rundfahrt (Video/Motogirl in Thailand)

Tempel in Bangkok: Ein Buddha aus purem Gold im Wat Traimit (Faszination Fernost)

Trang: Strände, Inseln und das echte Thailand abseits der Massen (ThailandSun)

Neue Schnellfähre für Samui und Phangan (Farang)

Koh Madsum: Ausflug zur Schweineinsel bei Samui (Homeiswhereyourbagis)

Koh Samui: Chaweng Beach Road 1993 (Video/tobipapa)

Ubud/Bali: Mandapa, a Ritz-Carlton Reserve (Bangkok Post)

Best things to do in Phnom Penh (World Wild Hearts)

Indonesien: Sulawesi – ein Reisefilm (Garuda Studio)

Tourismus

Thai Airways

Thai Airways entschädigt Fluggäste (Farang)

Similan-Inseln öffnen wieder für Besucher (Farang)

Chiang Mai lockt immer mehr Chinesen an (Farang)

Auch Achim Reichel staunt

Es ist eine besondere – und dank Achim Reichels Schilderung – auch besonders witzige Geschichte, wie sein Song “Aloha Heja he” ohne sein Zutun zur Nr. 1 in den chinesischen Charts wurde. Inzwischen gibt es sogar populäre chinesisch-sprachige Versionen des Songs.

Die besten deutschen SPORT Reportagen aller Zeiten

Fußball hat mein Leben strukturiert, als Fan, als Spieler, als Journalist. Aufgewachsen bin ich in einer Familie, die jede Sportart volley nahm und im Fernsehen keine verpasste, auch Radball nicht mit den Gebrüder Pospíšil aus Brünn. So war ich schonmal grundsätzlich neugierig, als mein Kollege Alexander Steudel ein Buch mit dem anspruchsvollen Titel „Die besten deutschen SPORT Reportagen aller Zeiten“ an die frische Luft beförderte, preisgekrönte Features aus 100 Jahren Journalismus. „Der Alex traut sich was“, habe ich gedacht, denn die Auswahl hätte ich nicht treffen mögen. Und dann habe ich das Buch mit den Reportagen großartiger Kolleginnen und Kollegen gelesen. Und konnte nicht mehr aufhören.

Über den Lesegenuss hinaus ist das Werk auch eine Art Requiem für den Sportjournalismus in goldenen Printzeiten. Einer Ära, in der der Sportchef einer Berliner Zeitung einer Redakteurin sagen konnte: „Ich sehe zwei Seiten Maradona in unserem Blatt. Fliegen Sie nach Buenos Aires, Sie haben sieben Wochen Zeit.“ Zeit stand noch nicht für ausgegebenes Geld, sondern für die Qualität einer Story. Wer den Sport und bewegende Reportagen und Porträts liebt, dem lege ich das Buch ans Herz.

Oskar macht Schluss

Natürlich ist auch mein Kollege Oskar Beck bei den besten Sportreportagen mit einem Beitrag vertreten. Der Schwabe hat nun seine letzte Kolumne für die Stuttgarter Zeitung geschrieben. Pointiert, fein formuliert, sich selbst nicht schonend. Ein großartiger Autor, ein feiner Kollege. Ich greife nur drei Sätze heraus aus seiner letzten Kolumne, die eine ganze gedruckte Zeitungsseite abdeckt. Zwei Sätze, die er mir aus dem Herzen spricht: “Ich wolle diese Welt verbessern. Der Journalismus war mein Traumberuf. Statt die Welt zu retten, müssen wir Journalisten uns selbst retten. Dank der Gnade der frühen Geburt habe ich noch die sonnigen Zeiten des Journalismus erlebt.”

Doch die Künstliche Intelligenz, schreibt Oskar weiter, gibt unserem Beruf den Rest. Um ihm das zu beweisen, erteilte ein Freund ChatGPT den Befehl, einen Beitrag über Lionel Messi im Stil von Ernest Hemingway zu schreiben. Innerhalb von Sekunden war der Text da, “und er klang verdammt nach Papa Hemingway, kurze Sätze, nüchtern”, schreibt Oskar: “Wir können einpacken. Die KI macht aus jedem Nichtskönner, der keinen geraden Satz hinkriegt, in fünf Sekunden einen kleinen Hemingway.”

Bei der Mini-WM 1980/81 in Montevideo, einem sportlich anspruchsvollen Turnier in Erinnerung an die erste Fußball-Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay, habe ich mir mit Oskar Beck zwei Wochen lang ein Hotelzimmer geteilt. Nach dem Turnier reiste eine kleine Gruppe von Berichterstattern weiter nach Rio de Janeiro, um der Erholung und dem Vergnügen angemessenen Raum zu geben. Das Foto zeigt einen nachdenklichen Oskar Beck (links) neben zwei offensichtlich angeheiterten Kollegen namens Heinz Reudenbach und Bernd Linnhoff im Restaurant “Suppentopf”, das in Rio von einem Schwaben geführt wurde, was das Stuttgarter Mannschaftsbild an der Wand im Hintergrund erklären könnte.

Mein Beitrag im ADAC Reisemagazin

Im Mai erschien das ADAC Reisemagazin mit dem Thema “Nachhaltiges Reisen”. Ich durfte eine Geschichte über eine wunderschöne Insel beisteuern: Koh Mak wehrt sich nicht gegen Tourismus, achtet jedoch peinlich genau darauf, dass die natürliche Schönheit des Eilands erhalten bleibt.

Links: Nach so viel Ferne wollen wir doch auch mal in die alte Heimat blicken. Mit den Augen des genialen, viel zu früh gestorbenen Karikaturisten Martin Perscheid, der sich der Eifel angenommen hat.

Schaut ab und zu auch mal nach innen und bleibt gesund und guten Mutes.

Bis die Tage, herzliche Grüße aus Chiang Mai,

Euer

Khun Ben