Ein spezielles Ziel: Ban Krut. Ein spezieller Spieler: Stan. Ein spezieller Humor.

Liebe Freunde, WegbegleiterInnen und Südostasienfans,
die Argumente sind schlüssig, und doch … Nach den Recherchen des Magazins “Farang” zählt das geliebte Dreirad namens Tuk-Tuk ab sofort zu den bedrohten Arten in Bangkok. Es sieht so aus, als müssten wir uns wieder einmal zwischen Zuneigung und Vernunft entscheiden, zwischen Nostalgie und Fortschritt.
Tuk-Tuks gehören zu den beliebtesten Fotomotiven in Thailands Hauptstadt – vielleicht, weil sie schon lange aus der Zeit gefallen scheinen. Die “Stinker”, die benzingetriebenen Tuk-Tuks, ersetzen schon seit den 1950er-Jahren sukzessive die Fahrradrikschas. Künftig sollen die Dreiräder mit Elektroantrieb das Straßenbild bestimmen. Leiser als ihre Vorgänger sind sie dann auch noch. So gibt es unter Umweltaspekten genügend Gründe für einen verordneten Wechsel. Doch das Knattern der Zweitaktmotoren wird vielen Besuchern Bangkoks ebenso fehlen wie die Tuchfühlung zum chaotischen Verkehr.

Ein spezielles Ziel: Ban Krut

Seit Langem habe ich mir vorgenommen, die Strecke von Hua Hin in südlicher Richtung bis Chumphon mit dem Motorroller zu fahren. Seit Langem hat es nicht geklappt. Einer der schönsten kleinen Orte an der Westseite des Golfs von Thailand ist Ban Krut. Im Gegensatz zu mir kennt sich Michael Lauritzen dort sehr gut aus. Was daran liegen mag, dass er dort wohnt. Freundlicherweise hat Michael einige Zeilen zu Ban Krut verfasst, danke dafür!
Wer die Strecke ab Hua Hin gen Süden mit dem Moped abfährt, kommt nach gut zwei Stunden an einen Ort, an dem die meisten vorbeifahren. Ban Krut liegt in der Provnz Prachuap Khiri an der Südbahn, hat einen eigenen Bahnhof, an dem nur wenige Züge am Tag halten. Das ist der einfache Grund, warum der Strand noch immer leer ist. Zwölf Kilometer heller Sand, geteilt vom Tempelberg Thong Chai. Keine Jetskis, keine Strandverkäufer, kein Nachtleben. Oben auf dem Berg steht Wat Thang Sai, 1996 zum 50. Thronjubiläum von König Bhumibol erbaut, mit neun goldenen Chedis und einem riesigen goldenen Buddha auf einer Terrasse über der Bucht. Der Strand zeigt nach Osten, das tägliche Schauspiel ist also der Sonnenaufgang.
Für Motorradfahrer ist die Küstenstraße nach Ban Krut das wichtigste Argument: flach, kurvig genug, fast ohne Verkehr, Fischerdörfer und Kokosplantagen am Straßenrand. Übernachtet wird in zwanzig kleinen, familiengeführten Resorts an einer einzigen Strandstraße. Hotelketten gibt es nicht.
Das soll als erster Eindruck genügen. Wer sich näher mit Ban Krut und der schönen Umgebung befassen will, findet alle nützlichen Informationen (auch in deutscher Sprache) auf Michaels Website About Ban Krut!
Meine Frau und ich haben es bisher nur in die Provinzhauptstadt gleichen Namens geschafft: In Prachup Khiri Khan fühlten wir uns sofort und dauerhaft wohl:
Prachuap Khiri Khan – eine Entdeckung

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Mehr als 250 Tage waren sie auf See, die Besatzungsmitglieder des US-amerikanischen Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“. Nun haben sie endlich wieder Landgang. Ausgerechnet in Sin City. In Pattayas Bars herrscht Euphorie. Die offiziellen Vertreter der Stadt rühmten beim Empfang der Gäste die traditionellen Verbindungen zum US-Militär, die seit der Ära des Vietnamkriegs bestehen. Damals fielen die amerikanischen Soldaten erstmals in Pattaya ein, um sich auszuruhen und zu erholen (“Rest and Recreation”). Pattaya war ein Fischerdorf; mit den erlebnishungrigen Gästen wuchs es recht schnell zum beliebten Sündenbabel.

Lese-Tipp: STAN

Oliver Wurm: “Die erfolgreichsten Spieler werden bewundert. Die größten Spieler werden verehrt. Aber geliebt werden oft nicht die mit den meisten Toren oder den meisten Titeln, sondern jene, die etwas hinterlassen, das sich nicht zählen lässt: ein Gefühl. Der Fußball lebt von den Geschichten, die wir uns Jahrzehnte später noch erzählen. Von den Dribblings, die eigentlich nicht möglich waren. Von Spielern, die den Mut hatten, etwas zu versuchen, obwohl es hätte schiefgehen können. Perfektion beeindruckt. Unberechenbarkeit berührt.”
Besser kann man Reinhard Libuda nicht beschreiben.
Er wurde “Stan” gerufen, weil er den Trick von Stanley Matthews perfektionierte: links antäuschen, rechts vorbei. Ich habe Stan oft live spielen sehen, im Schalker Trikot, auch in Schwarz-Gelb bei Borussia Dortmund. Nie wusste ich vor dem Anpfiff, ob der Stan einen seiner Sahnetage erwischen oder schon nach dem ersten Foul des Gegenspielers resignieren würde. Böse sein konnte man ihm nie; auch nach seinen besten Momenten wirke er oft seltsam verloren, melancholisch.
Mein Freund Oliver Wurm hat Stan Libuda zum 30. Todestag ein Magazin gewidmet und damit ein emotionales Denkmal gesetzt. In vielen Geschichten, in einem tollen Interview auch, das Peter Müller mit Libuda-Nachfolger Rüdiger “Abi” Abramczik führte. Das Magazin kannst Du bestellen in Olivers Shop Fussballgold.
Auch ich bin mit einem Beitrag im Magazin vertreten. Im Dortmunder Stadion “Rote Erde” sah ich Libudas (nach eigener Aussage) bestes Bundesliga-Spiel, ein 6:3 des BVB gegen die Bayern und gegen einen zunehmend verwirrten “Katsche” Schwarzenbeck.

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Bis die Tage, euer Khun Ben

